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Dienstag: Abschied mit Wehmut

22. Februar 2011
Die Pistenblogger sagen: Danke!

Die Pistenblogger sagen: Danke!

Die Weltmeisterschaft war sensationell, aber sie ist jetzt zu Ende. Nach anfänglich chaotischen Zuständen im Volunteer-Bereich, hat sich die Ski-Welt für uns zum Positiven geändert. Jeden Tag mit Weltklasse-Athleten zu quatschen, das war einfach der Hammer. Diese netten, zugänglichen Typen bei ihrer Arbeit aus nächster Nähe beobachten zu können, und sie kurz später zu befragen – ein Privileg für uns Pistenblogger.

Wir bekamen einen Eindruck davon, wie es bei einem Event dieser Größenordnung vor und hinter den Kulissen abläuft. Bei uns allen mischte sich bei der Abfahrt vom Eisstadion Garmisch-Partenkirchen ein großes Stück Wehmut neben die Vorfreude auf unsere eigenen Betten und mal wieder genügend Schlaf. Gestern morgen sind wir alle in unseren eigenen Betten aufgewacht. Es war für uns alle ungewohnt, mal nicht das verschlafene Gesicht der sechs anderen Pistenblogger als erstes nach dem Aufstehen zu sehen.

Leider wird das der letzte Artikel sein, den wir Pistenblogger veröffentlichen, denn, auch wenn das bloggen viel Spass gemacht hat: Die WM ist zu Ende und wir sieben Pistenblogger müssen uns jetzt auf unsere nächsten Aufgaben vorbereiten, die da Praktika heißen.

Bei Euch, liebe Leser, wollen wir uns natürlich bedanken. Für das Lesen unserer Artikel, aber auch für Eure Kommentare, die uns gefreut und angespornt, sowie uns als Feedback gedient haben, wie unsere Artikel in der Öffentlichkeit ankommen.

Danke

Die Pistenblogger

Samstag: Kein Blick aus einer anderen Welt

21. Februar 2011
Einsatz als Ga & Pa.

Einsatz als Ga & Pa.

Unser Traum ist wahr geworden! Zwei Pistenblogger wünschten sich seit dem Weltcup-Finale im letzten Jahr nichts sehnlicher, als ein Mal Ga und Pa sein zu dürfen. Am vorletzten Tag der Ski-WM geschah endlich die faszinierende Metamorphose. Eine Liebesgeschichte.

Es ist heiß, man sieht kaum etwas, die Schuhe sind viel zu groß und ständig soll man die Arme ausstrecken – klingt nach einer schrecklichen Zeit. Doch die war es mitnichten! Daran änderten auch die drei angetrunkenen Bauerntrampel nichts, die sich Geld anboten, um uns von der Bühne zu schubsen. Natürlich hätten sie das nicht geschafft, schließlich waren wir nicht mehr nur zwei Maskottchen – nein – das Kostüm wurde unsere zweite Haut. Wir waren vollen Herzens und mit aller Hingabe GA und PA.

Pistenblogger-Gruppenfoto

Pistenblogger zu Besuch bei den Kollegen.

Wir laufen durch den WM-Park.  „Schau mal, da sind Ga und Pa.“ Jeder will ein Foto. „Hallo Ga.“ Man möchte antworten, darf aber nicht reden. Welcher Schneeball kann schon reden?! Die beiden übergroßen, lächelnden Schneebälle sind die Berühmtheiten der WM – da können selbst Rosi und Christian nicht mithalten, auch kein Kaiser – selbst Bode Miller muss das Weite suchen (wobei er das sowieso immer tut). Sogar Autogramme müssen geschrieben werden – kann gut sein, dass statt der blauen Mutze des kleinen Jungen, jetzt seine Stirn mit Edding bekritzelt ist. Warum? In den Kostümen ist die Sicht stark eingeschränkt. Besonders kleine Kinder werden leicht übersehen, doch wir nehmen uns ihnen gerne an. Auch hübsche Damen umarmen wird bevorzugt – sehr zum Unmut ihrer männlichen Begleiter. Maskottchen haben eben Narrenfreiheit – ihnen kann man einfach nicht böse sein…

High Five mit Maria.

High Five mit Maria.

Offizielle Programmpunkte: Medaillenvergabe für den Slalom der Damen und Startnummernauslosung für den Abschlusswettkampf der WM (Slalom Herren). Unsere Aufgabe dabei: Stimmung machen in den sieben Minuten des Umbaus dazwischen. Zu Alors on danse und YMCA rockten wir die Bühne und unterhielten die 5000 Zuschauer mit noch nie dagewesenen Tanzeinlagen. Die 16 besten Slalomfahrer klatschen mit uns ab – außer Mario Matt. Sorry Mario, aber der Unterhaltungsauftrag war uns wichtiger.

So lieferten wir nach zwei Stunden „Arbeit“ unsere zweite Haut wieder ab, und auch wenn Ga & Pa nun in die Abstellkammer der Maskottchen (zu Goleo und Co.) verwiesen werden – in unserem Herzen leben sie weiter.

Pistenblogger des Tages: Martina Ertl-Renz

21. Februar 2011

Sie ist neunfache Deutsche Meisterin, war Weltmeisterin und hat einige Olympia-Medaillen in der Vitrine. Heute ist sie nicht mehr auf Skiern unterwegs, sondern jagt mit einem Microphon durch die Berge. Martina Ertl-Renz ist unsere Pistenbloggerin des Tages:

Sonntag: Ende gut, was war gut?

20. Februar 2011
Diskokugel im Main Press Center. Quelle: Pistenblogger

Diskokugel im Main Press Center. Quelle: Pb

Nun ist sie also vorbei, die Alpine Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen – für uns Pistenblogger noch nicht ganz. Wir wollen zum Beispiel noch von euch wissen, was euch an diesem sportlichen Großereignis (am meisten) gefallen hat – Mehrfachnennung möglich.

Falls euch etwas nicht gefallen haben sollte oder ihr euch über irgendetwas gewundert habt, dann schreibt einfach einen Kommentar zu dieser Umfrage.

Pistenblogger des Tages: Markus Othmer

20. Februar 2011

Die meisten Pistenblogger träumen davon, einmal eine Sportsendung moderieren zu dürfen oder als Stadionsprecher die Zuschauer zu unterhalten. Welch tolles Gefühl, das wohl sein muss – Markus Othmer kennt es bereits und weiß uns Pistenblogger zu schätzen: Deshalb ist er unser Pistenblogger des Tages!

Pistenblogger des Tages: Roman Roell

19. Februar 2011

Leider war er heute nicht nur unser Pistenblogger des Tages, sondern auch ein trauriger Prophet: Roman Roell kündigte bereits vor dem finalen Durchgang an, dass unsere Maria wohl nur neben dem Podest lächeln wird.

Freitag: „Bratre Kubo, Bratre Kubo!“

19. Februar 2011

Schwer kamen wir heute Morgen aus den Federn, sehr schwer. Das lag aber nicht, wie einige von Euch nun vermuten, an einem ausschweifenden gestrigen Partyabend – schön wär’s. Nein! Wie bereits an den vorigen zwei Abenden tüftelten wir bis um 22 Uhr  an der Extended Start-List für den  Riesenslalom der Männer.

Bereits um sieben Uhr in der Nacht hatte uns das MPC wieder. Der Pressespiegel und die ausstehende Übersetzung der Start-List warteten schon sehnsüchtig auf uns. Formatiert, kopiert, getackert und ab mit dem Shuttle zum Flash-Quotes-Sammeln an die Kandahar. Was für ein Stress! Diesen wusste unser Buspilot aber gekonnt zu lindern.

Blödsinn im Shuttle. Quelle: Pistenblogger

Jede Shuttle-Fahrt in Garmisch hat seine eigenen Facetten. Im vergangenen Jahr während des Weltcup-Finales endete unsere erste Fahrt vorerst an einem Baum. So mancher Pistenblogger besudelte beim Anfahren an Ampeln bereits das todschicke Blau seiner Volunteer-Jacke, als er im Begriff war, einen Schluck Kaffee zu trinken. Und neulich erzählte uns ein Fahrer von Baumstamm-Blockaden auf der Medienstrecke, die verärgerte Bauern errichtet hatten.

Aber zurück zu unserer heutigen Fahrt: Schnell hatte der Gute-Laune-Bär hinter dem Steuer Liedblätter an uns verteilt. Wenig später schallte „Bruder Jakob“ mehr oder doch eher weniger melodiös aus acht Männerkehlen. Weil der Text nur auf deutsch ja langweilig gewesen wäre, folgten die Versionen aus England und Spanien und Kroatien und der Türkei und, und, und. Das alles mit gefühltem Rallye-Tempo und einem inbrünstig, auswendig mitsingendem Shuttle-Fahrer. Der Mann hatte augenscheinlich in den vergangenen WM-Tagen mit seinen Passagieren geübt.

Seinen Zweck hatte die Gesangseinlage auf jeden Fall erfüllt: Gut gelaunt begaben wir uns in die Stimmenschlacht. Ein Liedtext blieb uns Pistenbloggern dabei nachhaltig in Erinnerung: „Bratre Kubo, Bratre Kubo, jeste spís, jeste spís? Venku slunce zárí, ty jsi na polstari, vstávej jiz, vstávej jiz.“ Na, wer errät die Sprache?

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