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Sonntag: Das Leben der Ga

14. Februar 2011

Fast bekannter als Maria Riesch: Ga und Pa. Quelle: OK GAP2011

Sie sind allgegenwärtig. Wo man in Garmisch auch hinsieht, winken sie einem von Plakaten, Fotos, T-Shirts, Handschuhen und vielen anderen Utensilien zu. Immer lächelnd, immer mit dem gleichen, fröhlichen Gesichtsausdruck. Ohne die beiden wäre die WM in Garmisch definitiv nicht dasselbe: Ga und Pa, die rundlichen Maskottchen der Ski-WM. Doch wer steckt eigentlich in diesen Hüllen, die von Kindern angehimmelt werden und sogar öfter als Maria Riesch für Fotos posieren müssen? Wir haben uns nach dem Abfahrtsrennen der Damen mit Ga (steht für GArmisch) getroffen, und siehe da – der Inhalt der sympathischen Kugel mit Mütze ist eine junge Frau namens Anita.  Geschafft und verschwitzt zwängt sie sich gerade aus ihrem Kostüm, doch wie Pa hat auch sie immer ein Lächeln auf den Lippen. „Großen Spaß“ mache es, während ihrer Ga-Schicht Stimmung zu erzeugen und für Fotos bereit zu stehen.

Zwei bis drei Stunden dauert ein Einsatz als Ga am Vormittag, während des Gottesdiensts am Nachmittag und abends im WM-Park steht dann die nächste Schicht an. Unterstützt werden die Maskottchen dabei von ihren persönlichen Betreuern, die ihnen nicht von der Seite weichen und durch die Gegend führen.

Geschafft nach einer Schicht als Ga: Anita. Quelle: Pistenblogger

Denn die Sicht ist auf ein kleines Quadrat beschränkt, das einem kaum Orientierung bietet. Auch sonst ist es alles andere als leicht, Ga zu sein: Hinsetzen ist unmöglich, Toilettenbesuche erst recht und als einer mal versuchte, in dem Kostüm zu rauchen,  verwandelte sich das Maskottchen in einen sehschwachen Kamin. Nach drei Stunden ständiger Gute-Laune ist Anita dann auch froh, wenn sie eine Pause einlegen kann, denn nach den Auftritten herrscht im Kostüm eine Hitze wie in einer Sauna. Deshalb haben schon einige das Maskottchen-Amt abgegeben, oder spielen zumindest mit dem Gedanken. Prominent zu sein hat eben auch Nachteile.

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2 Kommentare leave one →
  1. 15. Februar 2011 21:32

    Finde ich super, dass hier regelmaessig geschrieben wird.

Trackbacks

  1. Samstag: Kein Blick aus einer anderen Welt « pistenblogger

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